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Mittwoch, 6. Juni 2018

Wohin mit dem Helm? (wenn er nicht "druff is")

Jeder kennt das: Ob am Motorradtreff, an der Tankstelle, oder bei der nächsten kurzen Pause angekommen, wird nach dem Absteigen der Helm abgenommen und …

Ja, und dann? Wohin gelegt?

Die meisten Motorradfahrerinnen und –fahrer haben Routinen entwickelt, wie sie jetzt vorgehen. Die einen legen den Helm auf die Sitzbank, andere wiederum hängen ihn an den Lenker, andere über einen der beiden Rückspiegel. Die meisten Lösungen eint, dass sie kippelig sind und man nicht selten ein ungutes Gefühl dabei hat. Nicht zu unrecht, denn es passiert recht häufig, dass der Helm runterfällt. Oft passiert das, wenn das Motorrad manövriert, noch mal eben ein Stück zur Seite geschoben wird und der Helm dabei in Bewegung gerät oder touchiert wird. Zum Beispiel an Motorradtreffs kann man das öfter beobachten und auch hören. Auf das „Kunststoff-auf-Asphalt“ Geräusch folgen sehr schnell ein „Verflixt“ oder weit weniger zitierbare Flüche.

Ärgerlich ist vor allem, dass es sich bei einem solchen „kleinen Runterfaller“ aus geringer Höhe nicht um eine Bagatelle handeln muss. Es ist es möglich, dass der Helm Schäden davonträgt, die von außen nicht erkennbar sind. Die volle Schutzwirkung kann in diesen Fällen nicht mehr gewährleistet werden.

Sorgen Sie deshalb dafür, dass Ihr Helm erst gar nicht runterfallen kann. Behandeln Sie ihn möglichst wie ein rohes Ei, dann gehen Sie auf Nummer sicher. Besser als den Helm auf dem Motorrad abzulegen bzw. an dieses zu hängen ist es, den Helm auf dem Boden abzulegen, sofern sich keine andere Ablage bietet. Bitte darauf achten, dass der Helm dabei nicht zur Stolperfalle für andere wird.

Tipp: Wer sich scheut, seinen Helm direkt auf den Boden zu legen (z. B. wegen Nässe oder Schmutz), kann seine Handschuhe darunter platzieren (nebeneinander) und ihn darauf sicher betten.



Quelle: www.ifz.de

Mittwoch, 17. Januar 2018

Winterreifen/ M+S / Anderungender StVZO ab 2018 für Motorräder

WICHTIGE ÄNDERUNG StVZO ab 2018 für Motorräder



Ja, die unsinnige Winterreifenpflicht für Motorräder wurde aufgehoben.

Jedoch hat die Neuerung wieder einmal nur den Fokus auf die Mehrspurfraktion.

Man kann jetzt lamentieren und die Schuld beim Gesetzgeber suchen, ABER, einige Reifenhersteller haben es schlicht versäumt, in den jahrelangen Diskussionen zur Reform der Winterreifenpflicht, die Interessen der Zweiradkollegen auch mit einzubringen.

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und der §36 StVZO wurde überarbeitet.

Die aktuellen internen Versuche der Verbände, hier noch etwas zu verändern, oder gar abenteuerliche Interpertationen der neuen Regelung zu konstruieren, hilft dem Motorradfahrer jetzt wenig.

Was war, bzw. ist passiert?

Wir erläutern jetzt nicht das Thema Winterreifen-Pflicht, sondern was ändert sich für die Motorrad-Fahrer grundsätzlich.

Die Zweirad-Reifenhersteller nutzten über Jahrzehnte eine Gesetzeslücke, die der Gesetzgeber nun (ob richtig oder falsch) geschlossen hat.

Aufgrund ihres grobstolligen Profils können Off-Road-Reifen (Bsp. Conti TKC80, Heidenau Scout, Metzeler Karoo, Michelin Anakee Wild uva.) nur eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit schadlos überstehen.

Damit der Kunde diese Reifen trotzdem nutzen konnte, prägten die Reifenhersteller ein M&S-Symbol auf die Seitenwand und nutzten eine alte Winterreifenregelung (§36 StVZO alt).
Dieser § erlaubte, Reifen die eine M&S-Eignung haben, auch auf Fahrzeugen zu montieren, die eine deutlich höhere Endgeschwindigkeit aufweisen. (Allen bekannt vom PKW...Aufbringen eines M&S-Geschwindigkeitsaufklebers am Tacho erforderlich)

Da diese M&S-Eignung lediglich auf Zugwerten eines uraten Uniroyal basierte und von einem groben Profil sprach, fummelten die Motorrad-Reifenhersteller einfach dieses M&S Zeichen auf die Seitenwand und flux konnte jeder Grobstöller auch auf leistungsstarken-schnellen Fahrzeugen gefahren werden.

Das ist ab dem 01.01.2018 vorbei!!!!

§36 StVZO  neu, erlaubt dies in Zukunft nur noch, wenn der Reifen seine Wintereigenschaften durch das genormte Schneeflockensymbol nachweist.

§36 StVZO NEU

Na kein Problem, denkt nur der Kunde, sollen die doch dann einfach die Schneeflocke einprägen (der türkische Reifenbauer Anlas hat das doch schmerzfrei auch gemacht).

Weit gefeht!!
Wie alles, ist auch die Schneeflocke in der EU genormt, eine Prüfung für Einspurfahrzeuge ist hier nicht vorgesehen.

Das bedeutet nun im Klartext:

Reifen mit der alten M&S-Kennung dürfen auf Motorrädern, deren Höchstgeschwindigkeit höher als der Speedindex des Reifen ist, ab dem 01.01.2018 nur genutzt werden, wenn sie vor dem 31.12.2017 produziert wurden, also DOT 2017 besitzen.
Diese Reifen können dann noch bis 2024 abgefahren werden.

Reifen mit DOT 2018 und jünger, müssen ab dem 01.01.2018 mindestens den gleichen Speedindex aufweisen, wie der Speedindex, der in den Fahrzeugpapieren vermerkt ist.

Bsp. Yamaha XT 1200 Z Super Tenere

110/80B19 59T (M&S) Heidenau K60 Scout aus DOT 2017 und früher...kann genutzt werden bis 2024
110/80B19 59T (M&S) Heidenau K60 Scout aus DOT 2018 und jünger...darf nicht mehr genutzt werden.

Ganz lustig wird es für die BMW-GSler oder RnineTler.
In den Fahrzeugpapieren (NUR ECE-Papieren) hat BMW Reifen mit M&S-Kennung eingetragen...jedoch NUR dort.

Nutzt jetzt ein GS-ler diese Reifen oder bestellt gar eine 2018 GS mit dieser Bereifung ab Werk, ist aktuell fraglich, wie er den Kontrollorganen (TÜV oder Polizei) klarmachen will, ob er das denn darf. Denn nach der StVZO darf er es ab 2018 (mit Reifen ab 2018) eben nicht mehr!!!!!

Unsere Anfrage bei diversen Innenministerien der Bundesländer ergab....no comment..

Es bleibt in diesen Fällen also abzuwarten, wie es der Gesetzgeber nun schafft, den §36 neu in 2018 umzusetzen und ob nun ECE-Genehmigungen nationales Recht (StVZO) ausser Kraft setzen. (in Italien haben die nationalen Gesetze zur Sommerreifen-Pflicht, es getan).

Heidenau und Continental haben uns versichert, in 2017 ausreichend Reifen zu produzieren, um in 2018 genügend Reifen aus DOT 2017 für ihre Kunden zur Verfügung stellen zu können.

Quelle: moppedreifen.de

Und ein Update dazu!
Natürlich gibts immer eine "Hintertür" ...
Für alle Fahrzeuge mit EG-Typgenehmigung erlaubt die EU die Verwendung von Reifen mit geringerem Speedindex. Und dann ist es egal, was in der StVZO steht.

Das oben geschilderte Problem betrifft also nur Motorräder  OHNE EU- Betriebserlaubnis, wie alle "alten" Reiseenduros der 80er und frühen 90er Jahre (einfach Zulassung prüfen).
Wenn diese Bikes mit Vmax 160km/h oder geringer angegeben sind (wie die DR BIG z.B.) sind zumindest R-Reifen (bis 170 km/h) ohnehin kein Problem.

Freitag, 5. Mai 2017

Neue Motorradreifen vorsichtig einfahren? - KLARO!

Neue Motorradreifen vorsichtig einfahren

Sind die Reifen des Motorrades oder Rollers nach der Saison „runtergefahren“, ist es für viele Motorradfahrer üblich, die Neuanschaffung in den Frühling zu verlegen. Nach erfolgtem Wechsel, sollte aber nicht wie gewohnt „durchgestartet“ werden. Generell gilt für alle Fahrerinnen und Fahrer ein behutsames Herantasten an gewohnte Schräglagen und Bremsmanöver. Aber auch die neuen Reifen müssen unbedingt eingefahren werden, denn diese haben aufgrund des Produktionsprozesses noch eine ziemlich glatte Oberfläche. Auf den ersten 100 bis 200 Kilometern muss die Oberfläche beim Fahren erst angeraut werden, damit der Reifen den gewünschten Grip aufbauen und gänzlich ausnutzen kann. Wer hier zu forsch ans Gas und in Schräglage geht, kann schnell die notwenige Haftung zur Fahrbahn verlieren und damit im Falle eines Sturzes sogar seinen Versicherungsschutz gefährden.

Insbesondere die ersten 20 Kilometer sollten sehr behutsam gefahren werden, vergleichsweise wie bei Nässe. Starkes Beschleunigen und hartes Bremsen bitte vermeiden. Leiten Sie Bremsmanöver frühzeitig ein. Wenn möglich, fahren Sie erste Kurven und Kreise auf freiem Gelände abseits des Straßenverkehrs. Aber auch hier gilt es Vorsicht walten zu lassen.

Also, fahren Sie Ihre neuen Reifen bewusst ein und nutzen Sie die ersten 200 Kilometer, um sich an die neue Bereifung zu gewöhnen.

Gute Fahrt!

Ihr ifz-Team


Quelle:
www.ifz.de

Dienstag, 18. April 2017

Luftdruck und was zum Helm und Handschuhen

Hier zitiere ich den Wochenend- Newsletter des IFZ

www.ifz.de
Macht Sinn und passt hervorragend in diesen Blog :-)

"Luftdruck"


Der 31. März ist der 90. Tag des gregorianischen Kalenders (der 91. in Schaltjahren), somit verbleiben für 2017 noch 275 Tage, um in Ihrer Karriere als Motorrad- oder Rollerfahrer weiterhin alles richtig zu machen. Der folgende Tipp kann dabei behilflich sein – es geht um den Reifenfülldruck, dem regelmäßig volle Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Der richtige Reifenfülldruck hat nämlich einen großen Einfluss auf das Fahrgefühl und ist beim Motorrad und Roller noch wichtiger als beim Auto.

Auswirkungen
Schon geringe Abweichungen von 0,2 bar können die Fahrfreude, vor allem aber die Fahrsicherheit beeinträchtigen. Gerade in Kurvenfahrten oder bei Bremsmanövern ist der Reifen eine wichtige Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Straße.

Regelmäßigkeit
Der Reifenfülldruck sollte mindestens alle zwei Wochen bei kalten Reifen geprüft und falls nötig korrigiert werden. Nach längerer Standzeit muss vor der ersten Fahrt eine Kontrolle stattfinden.

Zuladung
Steht am Wochenende eine Fahrt mit Sozius und/oder Gepäck an, muss der Reifenfülldruck vorher gegebenenfalls entsprechend erhöht werden.

Höhe
Die Angaben für den genauen Reifenfülldruck Ihres Motorrades oder Rollers finden Sie zwar in der Betriebsanleitung, nach dem Wechsel auf einen neuen Reifen können aber andere Werte Gültigkeit haben. Informieren Sie sich also am bestem beim Reifenhersteller.

Ventilkappen
Übrigens, falls Ihnen eine Ventilkappe abhandengekommen ist, besorgen Sie sich umgehend Ersatz. Neben dem Fernhalten von Schmutz verhindert diese nämlich auch Druckverluste bei höherem Tempo. Achten Sie darauf, dass die Kappen fest sitzen und keine Beschädigungen aufweisen.

Außerdem …
Werfen Sie auch gleich einen Blick auf die Profiltiefe Ihrer Reifen! Die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Motorradreifen beträgt 1,6 mm. Leichtmofas, Mofas, Kleinkrafträder und Leichtkrafträder weichen von der Mindestprofiltiefe der großen Kollegen ab: Hier genügt dem Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von 1,0 mm. Ihrer und/oder auch der Sicherheit Ihres Sozius zuliebe sollten alle – egal ob groß oder klein motorisiert – die Profiltiefe jedoch nicht unter zwei Millimeter sinken lassen.

Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Jeder Motorradhelm kommt mal in die Jahre
Eine immer wiederkehrende Frage an uns bezieht sich auf die Nutzungsdauer eines Motorradhelms. Grundsätzlich sollte vorausgestellt werden, dass ein Helm noch „wie neu“ aussehen und „sturzfrei“ sein kann und dennoch aufgrund seines Alters nicht mehr verwendet werden sollte. Im Regelfall wird der Austausch nach fünf bis sieben Jahren empfohlen. Unabhängig von der äußeren Erscheinung oder Intensität der Nutzung.

Bedingt wird der Austausch durch Materialermüdung einzelner Komponenten, die auch dann voranschreitet, wenn ein Helm gänzlich unbenutzt bleibt. So härtet beispielsweise das Material der Innenschale (Styroporkern), das wesentlich an der Sicherheit (Stoßdämpfung) beteiligt ist, mit der Zeit aus. Die Innenschale erfüllt dann nicht mehr ihre gewünschten Absorptionseigenschaften. Aufgrund dieser Alterungsprozesse ist das Gesamtwirkungssystem des Helms nicht mehr zu 100 Prozent gegeben.

Um die volle Schutzwirkung des Helms auszunutzen, sollte man sich zur eigenen Sicherheit an den fünf bis siebenjährigen Wechselzyklus halten. Wie bei anderen Dingen auch, kann aber die falsche Behandlung und Pflege die Nutzungsdauer verkürzen.

Klar, dass ein Helm nach einem Unfall getauscht werden muss. Aber auch nach einem Fall des Helms aus geringer Höhe – z. B. vom Lenker – ist die volle Schutzwirkung nicht mehr gegeben. Die dabei entstandenen Schäden sind von außen oftmals nicht erkennbar.

Wie man den richtigen Helm für sich findet, worauf zu achten ist und was zu berücksichtigen ist, um möglichst lang Freude am Helm zu haben, erläutern wir in unserer Broschüre „Motorradbekleidung von Kopf bis Fuß“.

Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team 


Warum Motorradhandschuhe so wichtig sind

Klar, beim Ski- oder Schlittenfahren trägt man draußen Handschuhe, um der Kälte zu trotzen. Auch beim Motorrad- und Rollerfahren ist der Schutz vor Witterungseinflüssen je nach Wetterlage nicht unerheblich. Kälte und Nässe machen weniger Spaß, verlangsamen vor allem die mechanischen Reaktionen der Hand und stören die Konzentration beim Fahren. Aber auch bei schönem Wetter können vom Vorausfahrenden aufgewirbelte Steinchen oder anprallende Insekten gerade bei höheren Geschwindigkeiten Schmerzen verursachen und schlagartig für unnötige Ablenkung sorgen. Und: Kommt es zu einem Sturz, werden Ihre Hände zwangsläufig Bodenkontakt aufnehmen.

Aus all diesen Gründen gehören zur Ausrüstung auf dem motorisierten Zweirad selbstverständlich die passenden Handschuhe dazu – und das bei jedem Wetter!

Mit Blick auf die Erfüllung aller für die Sicherheit wichtigen Kriterien von Handschuhen, sollten diese vor allem perfekt und bequem sitzen und Ihre „Verbindung“ zum Fahrzeug nicht stören. Ihr Fingerspitzengefühl sollte beim Handling des Fahrzeugs erhalten bleiben. Praktische Handschuh-Tipps gibt es hier.

Und noch etwas … Auch die Fahrer von Mofa, Moped, Mokick oder Roller sollten sich darüber im Klaren sein, dass auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten die Hände bei einem Sturz unweigerlich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Eine Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team


















































































Mittwoch, 22. März 2017

Schöne(R) Schrauben!!!

Bei Update am Mopped möchte man natürlich gern auch alte, vielleicht auch rostige oder "verrammelte" Schrauben neu machen...

Also ran an die Zubehörlisten und ?
Edelstahl?
Alu?
Titan?

Was nehmen?

Jedes der Materialien unterscheidet sich in seinen Eigenschaften zum Teil deutlich vom Original, der üblicherweise (bei den DR ) verwendeten Stahlschrauben.

Deshalb ist aussuchen mit Köpfchen angesagt!

ALU wiegt nur 1/3 von Stahl, mit Eloxalschicht gibt´s das zudem noch schick bunt und diese Schicht schützt auch vor Korrosion.
ABER: Die Zugfestigkeit von Aluminium liegt deutlich unter der von Stahl! Also auf keinen Fall bei tragenden Teilen verwenden!
Alu in Alu ist auch eine "schwierige Nummer" - ohne entsprechende Anti-Size Paste bekommst Du unter Umständen nicht mal mehr eine einfache Motordeckelschraube im Gehäuse gelöst...

EDELSTAHL Wer den Ärger mit Rost ein für allemal loswerden will, kann auf Edelstahlschrauben umrüsten. Die gibt's einzeln oder abgepackt im Baumarkt sowie im Eisenwaren-Fachhandel.
ABER auch hier Vorsicht! Edelstahl-Schrauben, auch VA-Schrauben genannt, haben nicht die Festigkeit einer guten Stahlschraube, daher kann es bei extrem belasteten Teilen Probleme geben. Es werden zwei Legierungen klassifiziert, A 2 und A 4, von denen die letztere resistenter gegen Chemikalien ist.
Die Festigkeitsklassen sind 50, 70 oder 80. Die Angabe A2-70 auf dem Schraubenkopf bedeutet, daß diese kaltverfestigte Schraube eine Zugfestigkeit von 700 N/mm² besitzt. Das ist zwar nicht schlecht, aber die Streckgrenze ist mit etwa 450 N/mm² deutlich niedriger als bei einer hochwertigen Stahlschraube. Edelstahl verformt sich also bei der Beanspruchung bis zum Bruch stärker, VA-Schrauben müssen daher mit mehr Fingerspitzengefühl angezogen werden, wobei sie aber bei weitem nicht so problematisch zu handhaben sind wie die hochsensiblen Aluminium-Schrauben. Auch bei Edelstahl macht eine Anti Size Paste Sinn, Edelstahl "frißt" sich gern am Alu fest. Vorsicht deshalb gerade bei den Auspuffschrauben am Zylinderkopf. Ist die Paste dort erstmal weg, gibts ein sehr "innige Verbindung"...

TITAN ist die beste Alternative für Stahl, die Festigkeit reicht bei den Schrauben der Klassifikation des sogenannten "Flugzeugtitan" 6AL4V(Grad 5) an die von 10.9 Stahlschrauben heran und übertrifft die Güte 8.8 bei Stahl (Festigkeit 120.000 und 160.000PSI). Titan korrodiert nicht - selbst ohne Oberflächenbeschichtung und die Materialhärte verhindert auch zu schnell "verrammelte" Schraubenköpfe. Zudem ist es sehr leicht - 42% leichter als Stahl.
Nachteile? Oh ja ... Gutes ist oft teurer ;-) das ist Titan leider noch immer, auch wenn in letzter Zeit die Preise gesunken sind.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Die Sache mit der Schmiere - Fett weg?

Winterzeit ist Servicezeit, auch die RallyeBIG muss mal wieder gewartet werden. Also schnell auch das Hebelsystem zerlegt, es soll ja gründlich sein. uuups- Fettbox leer!?
Und damit beginnt die Geschichte, wie ich ein Wochende lang Webseiten "gewälzt" habe mit Fett-Herstellerempfehlungen und Motorrad -Herstellerempfehlungen...

Klar ist:
Jedes Fett hat unterschiedliche Eigenschaften, wie jede Schmierstelle unterschiedliche Anforderungen hat.
Ein Steckachse soll leicht "reinrutschen", Radlager sollen sich leicht drehen, Lenkkopf und Hebelsystem - Lager sollen Stöße und Schläge bei wenig Bewegung gut aushalten.

Und überall hilft NUR das RICHTIGE Fett.

Suzuki selbst ist da mal wieder richtig pragmatisch:
SUZUKI SUPER GREASE "A"
lautet die Empfehlung bei fast allen Schmierstellen.
Das "Zeuch" bietet SUZUKI in 150g Dosen an
Es ist ein Mehrzweckfett mit Hochdruckeigenschaften und Wasserresistenz,
arbeitet im Temeperaturbereich von -25 bis 180 Celsius
Wer es bestellen möchte:
Teilenummer 99000-25030




Würde ich ehrlich gesagt so nicht machen.... Nein, nicht wegen dem Preis. Sondern weil es einfach bessere Sachen zum gleichen Preis zu haben gibt.

Wenn mal mal über den (Marken) Tellerrand schaut, so stellt man fest das z.B. Ducati 6 verschiedene Fette benutzt!




Das muss für die Heimwerkstatt sicher nicht sein, aber Unterscheiden ist wichtig! Und ich habe mich beim "Fettstudium mal an der Ducati Liste orientiert, um mich im Schmierdschungel nicht zu verlaufen".

Mein Fazit:
Eine gute "DR-Werkstatt" sollte 3 Fette benutzen:

1. Lenkkopflager, Schwingenlager und Hebelsystem
meine Empfehlung Shell Gadus S2 V220AD 2
warum das ?... lies mal den Text im Produktblatt :-)


Dieses Fett liefern wir derzeit auf Anfrage im DR BIG SHOP.

2. Achsen, Hebel, Gelenke von Seitenständer etc. Radlager 
meine Empfehlung - meine "Hausmarke" Putoline:

PUTOLINE WHITE ACTION GREASE + PTFE

White Action Grease + PTFE ist ein hochwertiges, orangefarbenes/weißes Lithiumkomplexfett. Das Produkt besitzt einen hohen PTFE-Anteil für optimale Schmierung und niedrige Reibung. 

Dieses universelle Lithiumkomplexfett eignet sich insbesondere zur Abdichtung zwischen Action-Filter und Luftfiltergehäuse von Off-Road-Motorrädern. White Action Grease + PTFE bietet sich auch zur Schmierung der Radlager, Lenkkopf- und Schwingenlager von Gelände- und Straßenmotorrädern, Quads, Scootern, Gokarts und Schneemobilen an.


Infos und kaufen HIER:

http://www.dr-big-shop.de/1367.html



3. Für Bremszangen und andere "heißen" Teile 
...nehme ich dann doch nochmal eine andere Spezialtube - klar auch Hausmarke:

PUTOLINE CERAMIC GREASE

Ceramic Grease ist eine hochwertige Montagepaste und ein wirkungsvolles Hochtemperatur-Schmiermittel zugleich - ohne Metallpartikel. Seine exklusive Formulierung verleiht ihm folgende Eigenschaften:
Sehr breiter Temperaturbereich (Spitzentemperatur von ca. 1500 °C)
Hochdruckfestigkeit
Vermindert effektiv die Reibung zwischen sich bewegenden Teilen.
Wirkungsvoller Korrosionsschutz
Ausgezeichneter Schutz vor elektrolytischer Korrosion (Korrosion am weniger edlen Metall bei Kontakt zwischen Metallen) Ceramic Grease eignet sich speziell für:
Montage/Demontage:
ABS-Bauteile
Bremsbauteile
Zündkerzen
Lambdasonden
Auspuffteile
Schraubverbindungen
Verbindungen verschiedener Metalle (z. B. Stahl/Aluminium)

Komponenten, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind.

Infos und kaufen HIER:
http://www.dr-big-shop.de/1368.html



Na dann ran! Fett weg? Nö! - vor Saisonbeginn frisch einfetten!! :-)





Montag, 23. Januar 2017

LED Blinker - geht denn das so einfach?

Unendliche Geschichten und Anfragen ranken sich um das Thema Umbau auf LED Blinker.
Kabelbäume werden umgelötet und riesige Vorwiderstände verbaut.



Zeit, dazu kurz und schmerzlos eine einfache Lösung aufzuzeigen :-)


Die Regeln:

1. LED Blinker benötigen weniger Leistung, gut fürs Bordnetz, dumm für den lastabhängigen originalen Blinkgeber.
Nutze die Möglichkeiten um dein Bordnetz zu entlasten! Keine riesigen 20 Watt Widerstände vor die LED Blinker!!
Nimm ein LED Blinkrelais. Wir haben im BIG SHOP z.B. ein universales Blinkrelais, das spricht ab 1W an - und schon "blinkern" deine LED´s korrekt. Dieses Relais hat 3 Anschlüsse für die "alten" DR Modelle mit Masseanschluß. Bei den neueren DR´s mit nur 2 Anschlüssen bleibt der Masseanschluß vom Blinkrelais einfach frei - das kann es auch!

2. Originale Blinkkontrolle nutzen! Dummerweise funktionieren mit nur LED Blinkleuchten die originalen Blinkerkontrollen im Cockpit nicht. Der elektrische Trick, sich die Masse vom "toten" Glühfaden zu klauen, ist bei LED´s einfach nicht möglich.
Bevor Du nun den Kabelbaum zerschnippelst - STOP! Wir bauen vorn zwei klitzekleine ;-) Vorwiederstände rein! Die "fressen" kaum Energie, bieten aber einen Massezugang für die Unglückliche Kontrollampe. Die ist das wieder froh - und macht Ihren Job !

3. So, nun los...paar schicke LED Blinker dran und mit den 40 gesparten Watts kannst du schon fast deine Heizgriffe betreiben :-)

PS. wir


hätten das was...


BIG SHOP LED BLINKER