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Freitag, 5. Dezember 2014

BEKLEIDUNG TIPPS für RALLYE UND OFFROAD

Lieber Enduro-Einsteiger,
die nachfolgenden Tipps habe ich schon vor einiger Zeit für das Big-Rallyeteam (www.big-rallyeteam.de), welches aus fast ausnahmslos Schlammsucher-Anfängern ;-) bestand, zusammengestellt. Wenn auch Einiges vielleicht ganz speziell für die Fahrer einer DR BIG gemacht ist, so denke ich , kannst Du auch vieles für Deinen Einstieg mitnehmen... Bei allen Möglichkeiten, die hier dargestellt werden, muss man natürlich sein eigenes Budget im Auge behalten. Bitte denkt daran: lieber mehr in die (Sicherheits-)Ausrüstung des Fahrers investieren als tausend Offroad-Gimmicks ans Moped bauen. Eure Gesundheit lässt sich durch nichts ersetzen. Ein abgebrochener Kupplungshebel wegen fehlender Handprotektoren ist mit 8 Euro in fünf Minuten Arbeit erledigt. Deswegen beginnen wir auch mit den Ausrüstungstipps für den Fahrer. Die empfohlene Bekleidung ist sicherlich Spitze, was Sicherheit und Comfort angeht. Auch hier bitte nicht bei der Sicherheit, sondern lieber beim Comfort sparen.
1.Fahrerausrüstung
(von oben nach unten - Reihenfolge ist keine Rangfolge)
Für längere Offroadtouren ist ein Crossintegralhelm vorteilhaft. Er bietet einen verbesserten Kinnschutz als ein Jethelm und die Möglichkeit, eine Crossbrille mit möglichst kratzfestem und beschlagfreiem Visier zu tragen. Ein Helm mit angeschraubtem Mundschutz hat meiner Erfahrung nach KEINE verbesserte Sicherheit zum offenen Jethelm. Der angeschraubte Mundschutz fliegt beim Sturz davon und verhakt sich ggf. noch in euerer Nase. Ein guter Crossintegralhelm sollte nicht viel mehr als 1200 g wiegen, ECE-geprüft sein und über ein herausnehmbares und waschbares Futter verfügen. Ramona und Stefan bevorzugen wegen guter Erfahrungen den ARAI VX-3, welcher sogar noch spezielle Wangenpolster für den Notfall besitzt.(dadurch lässt sich der Helm bei Bewusstlosigkeit schneller abnehmen)
In letzter Zeit immer mehr ein Thema: Der Nackenschutz oder Helmkragen soll vor Wirbelsäulen- und Nackenverletzungen schützen und ist unbedingt empfehlenswert. Es muss nicht der tausend Euro teure super KTM Kevlarschutz sein, ein intelligent geformter Schaumstoffschutz hat bereits eine erhebliche Schutzwirkung. Mehr Infos findet man bei uns im www.DR-BIG-SHOP.de unter Bekleidung!
Die Crossbrille sollte man immer passend zum Helm kaufen. Nicht jede Brille passt in jedem Helm. Die Firma Scott bietet für die Brillen ein reichhaltiges Sortiment an kratzfesten, beschlagfreien und getönten Scheiben an. Getönte Scheiben sind allerdings im Gelände nicht vorteilhaft, weil man Details einfach nicht so gut sehen kann. Eine gute Brille drückt schon beim ersten Aufsetzen nicht, hat ein breites Gummiband für sicheren Sitz und ein kratzfestes Lexanglas.
Was dem Straßenrennfahrer der Rückenprotektor, ist dem Endurofahrer der Brustpanzer. Gute Brustpanzer schützen bei guter Belüftung den Fahrer vor Steinschlag und erfüllen gleichzeitig die Funktion eines Rückenprotektors. Um auch den Rippenbereich optimal zu schützen, sollte der Panzer seitlich ebenfalls über Schutzplatten verfügen. Ein gutes Modell ist meiner Erfahrung nach der Acerbis COSMO Protektor, der zudem auch nicht stark aufträgt und somit gut unter der Jacke zu tragen ist. Protektorenhemden kommen in letzter Zeit immer mehr in Mode. Sie sind sicher eine Alternative, bieten aus meiner Sicht zwar einen verbesserten Rückenschutz, dafür weniger Brust- und Schulterschutz als ein steifer "Panzer" und sind meist schrecklich warm! Genau deshalb ist aus meiner Sicht der ACERBIS Protektor - ein Rückenschutz mit Brustpanzer die derzeit beste Kombination, er kostet auch nicht mehr als ein Brustpanzer...
Protektoren für Knie und Ellenbogen sollten möglichst auch am selbigen Gelenk fixiert werden. Ein lose im Jackenärmel herumflatternder Protektor wird im Falle eines Sturzes ganz sicher nicht an der richtigen Stelle sitzen. Nun muss niemand versuchen, sich Klettverschlüsse auf die Haut zu tackern :-) ... Das Fixieren der Protektoren am Körper hat immer den Nachteil, dass man unter den Gummibändern, die den Protektor halten, schrecklich schwitzt. Daher sollte man soviel wie nötig und auch nur so eng wie nötig Gummibänder anlegen. Ein guter Protektor besteht aus einer schlagfesten Kunststoffaußenschale mit kleinen Belüftungslöchern und einem mit Gewebe versehenem Schaumstoffinnenteil. Der Protektor sollte schon beim ersten Anlegen ohne zu drücken passen und zumindest mit der Hand waschbar sein.
Die Unterwäsche eines Endurofahrers muss nicht unbedingt alle Sponsor-Aufdrucke besitzen. Wichtiger ist ein optimaler Feuchtigkeitstransport, möglichst keine reibenden oder scheuernden Nähte haben und kann durchaus langärmlig sein. Eine gute Alternative zu den Markenprodukten von z. B. Odlo ist die Tchibo-Sportunterwäsche.
Für die Außenschale=Überbekleidung kann sich jeder nach Geschmack und Sponsorvertrag einkleiden. Aber auch hier gilt es, bestimmte Grundsätze zu beachten. Goretexbekleidung mag im Toureneinsatz eine sehr gute Alternative sein, im Endurobereich, wo langsame Geschwindigkeiten und hohe Temperaturen (ich meine damit von innen :-)vorherrschen, ist m. E. nach die Goretexemembrane nicht in der Lage, die entstehende Feuchtigkeit optimal abzutransportieren. Das trifft für alle anderen Membranen ebenfalls zu. Viel besser ist also eine robuste Jacke aus abriebfestem Codura und eine Motocrosshose mit Verstärkungen, besonders an Knie und Po. Sollte es dann doch einmal regnen, ist ein dünner zweiteiliger (weil besser anzuziehen) Regenanzug ausreichend. Das Schöne daran ist, dass das schmutzige Wasser außen bleibt und euer eigener Saft innen... Man muss also überlegen, ob man bei einem kurzen Schauer Regenbekleidung überhaupt benutzt (Außentemperatur in den Bergen beachten).
Den Schutz der Hände sollten möglichst stabile und mit Protektoren auf dem Handrücken versehene Motocross- oder Endurohandschuhe übernehmen. Dicke Tourenhandschuhe geben euch zuwenig Gefühl für den Lenker und ein Lederhandschuh für die Straße klebt nach dem ersten Wasserloch wie eine zweite, allerdings sehr unangenehme, Haut. Für Unterwegsreparaturen kann man sich durchaus ein Paar dünne Baumwollhandschuhe (Allergiehandschuhe aus der Apotheke) mitnehmen. Nichts finde ich ekliger, als mit öligen Pfoten in die Crosshandschuhe zu steigen und dann noch ein paar hundert Kilometer fahren zu müssen.
Ganz unten, aber ganz sicher nicht zuletzt, sind ein Paar feste Enduro- oder Motocross-Stiefel dafür verantwortlich, dass ihr nicht bei jedem kleinen Umfaller mit gebrochenem Fuß (Gelenk) den Spaß beenden müsst. RICHTIGE Offroadstiefel zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine feste, möglichst sogar mit einer Stahlplatte verstärkte Sohle besitzen, über einen Knöchel- und Schienbeinschutz verfügen und mit Hilfe von Schnallen so eng am Fuß fixiert werden können,. dass der Fuß noch auf- und ab-, aber nicht mehr seitwärts bewegt werden kann. Alte Motocross-Stiefel können ebenfalls den Fuß nicht richtig fixieren und sind genauso Schrott wie Schnürstiefel und Birkenstockschlappen. Ich selbst benutze schon seit Jahren den Alpinestars Tech 8. Dieser Stiefel besitzt zusätzlich noch einen mit Protektoren versehenen Innenschuh, der zum Trocknen oder Reinigen herausgenommen werden kann. Dadurch schaffe ich es meist, meine Stiefel bis zum nächsten Morgen wieder trocken zu bekommen. Selbstverständlich sind auch Stiefel wie der Tech 6 oder der Skywalker von Gaerne genau so gute Spitzenstiefel.
Sollten nun immer noch Fragen offen sein, meldet euch einfach bei mir. Nicht gleich wild draufloskaufen! Sind es viele Fragen, nehmt bitte das Telefon.

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